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Achtung! Igel Zeit!

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igel 2Generell ist es verboten, Igel aus der Natur zu entnehmen. Das Gesetz erlaubt jedoch, Tiere, auf die einer der folgenden Punkte zutrifft, aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen.

 

1. Verwaiste Igelsäuglinge, die sich tagsüber außerhalb ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen und Ohren haben und sich womöglich kühl anfühlen

2. Verletzte Igel oder solche, die ohne Futter und Wasser in Lichtschächten, leeren Schwimmbecken oder ähnlichem gefangen waren.

3. Kranke Igel. Man erkennt sie daran, dass sie tagsüber herumlaufen oder -liegen. Sie sind oft apathisch, kühl, rollen sich kaum ein, sind häufig mager, Schultern und Hüftknochen bilden sich deutlich ab. Die Augen sind nicht rund, so sondern schlitzförmig und eingefallen.

Wurde jedoch ein Igel etwa bei Gartenarbeiten aufgestört, sucht er sich auch tagsüber einen neuen Unterschlupf.

Braucht der von Ihnen gefundene Igel wirklich menschliche Hilfe, so gehen sie bitte folgendermaßen vor:

1. Notieren Sie sich das Funddatum, die Uhrzeit, das Gewicht und die genaue Fundstelle. Beginnen Sie damit den

2. Untersuchen Sie den Igel in jedem Fall auf Verletzungen. Inspizieren Sie auch Kopf,Bauchseite und Beine.

3. In der warmen Jahreszeit legen Schmeißfliegen ihre Eier auf verletzten und kranken Igeln ab. Die Fliegenmaden kriechen in Wunden, aber auch in sämtliche Körperöffnungen. die stäbchenförmigen Eier und die weißlichen Maden müssen so schnell wie möglich sorgfältig mit der Pinzette abgesammelt werden.

4. Unterkühlte Igel müssen aufgewärmt werden. Eine Unterkühlung ist vorhanden, wenn sich das Tier an der Bauchseite deutlich kälter anfühlt, als Ihre Hand. Eine mit gut handwarmem Wasser gefüllte Gummiwärmflasche – kein Heizkissen – umwickelt man mit einem Frotteehandtuch und legt sie in einen passenden, hochwandigen Karton.

5. Baden Sie Igel nicht! Lassen Sie Flöhe und Zecken vom Tierarzt entfernen. Achtung! Verwenden Sie keine für Katzen oder Hunde gebräuchliche Flohmittel. Diese sind viel zu stark dosiert für einen Igel und schaden dem Tier.

6. Richten Sie in einem warmen Zimmer – nicht im Freien! – einen Auslauf für den Igel her. Käfige, Obstkisten usw. sind keine igelgemäßen Unterkünfte. Der Auslauf sollte zunächst einen Quadratmeter groß und fünfzig Zentimeter hoch sein. Der Boden wird mit Zeitungspapier ausgelegt, das man täglich wechselt. Außerdem braucht der Igel ein Schlafhäuschen aus einem Karton mit etwa 30cm Kantenlänge und einem kleinen Einschlupfloch. Füllen Sie es mit reichlich zerrissenem und zerknüllten Zeitungspapier.

7. Geben Sie Ihrem Igel zur Erstversorgung ein Schüsselchen mit Katzen- oder Hundedosenfutter oder braten Sie ihm in der Pfanne ein Rührei mit etwas Öl und ohne Gewürze. Zu trinken bekommt er Wasser, niemals Milch. Igel sind keine Vegetarier, fressen also weder Obst noch Gemüse.

8. Sehr schwachen Tieren können Sie mittels einer Plastikspritze ohne Nadel etwas lauwarmen, ungesüßten Fenchel- oder Kamillentee einflößen.

9. Suchen Sie den Tierarzt möglichst bald auf. Unterbringung und Ernährung im Haus allein heilen das Tier nicht.

10. Und zu guter Letzt: Igel sind keine Haustiere und kein Kinderspielzeug!!

Natürlich lassen wir keinen alleine, der sich eines hilfsbedürftigen Igels annehmen möchte.

Melden Sie sich bei uns im Tierheim. Wir haben Igelexperten, die sich seit Jahren um Gesundheit, Aufzucht und Überwinterung der kleinen Stacheltiere kümmern. Diese Tierfreunde werden Ihnen jede Frage beantworten, Ihnen Tipps geben und Sie bei Ihrer neuen Aufgabe unterstützen.

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